Bildung

Bei uns Freien Demokraten steht der Mensch mit seinen individuellen Talenten und Begabungen im Mittelpunkt.

Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass alle Menschen ihren Fähigkeiten entsprechend bestmögliche Chancen erhalten.

Wir wollen jedes Kind von Anfang an in seinem Erkundungsdrang, seinem Interesse an den Dingen des Alltags und seiner Umwelt stärken. 

Ein Mensch, der gelernt hat, seine Welt zu verstehen, wird darin auch seinen Weg finden.

Bildungseinrichtungen sind für Arbeitnehmer wie Unternehmer ein wesentlicher weicher Standortfaktor, wenn es um die Entscheidung geht, in die Stadt zu ziehen.  Deshalb ist es wichtig, dass sich die Stadt nicht nur um deren bauliche Hülle kümmert. Auf alle Bildungseinrichtungen, ob Kitas, Schulen oder Universitäten müssen wir daher unser besonderes Augenmerk legen, sei es als Fördermittelgeber, staatlicher Kontrolleur, Träger oder als Partner.

Kitas

Die Basis jeder Bildung wird im frühkindlichen Bereich gelegt. Dabei liegt diese natürlich zuerst in der Verantwortung der Eltern. Dennoch ist es wichtig, ein modularisiertes und flexibilisiertes Angebot an Kindergärten vorzufinden. Jungen Familien ist ein attraktives Bildungs- und Betreuungsangebot vor Ort ausgesprochen wichtig. Eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nur dann gegeben, wenn Eltern auf ein qualitativ gutes sowie bezahl-bares Kinderbetreuungsangebot vertrauen können. Dafür ist es notwendig, dass ein guter Wettbewerb zwischen den einzelnen Trägern und ihren pädagogischen Konzepten herrscht. Dazu setzt sich die FDP für folgende Forderungen ein:

  • Wir wollen die Priorität für Elterninitiativen und freien Träger gegenüber kommunalen Angeboten bei der Schaffung neuer Kapazitäten.
  • Wir unterstützen eine stärkere Profilbildung der Kitas.
  • Wir fordern Schwerpunkt-Kitas in den Stadtvierteln mit sozialen Brennpunkten.
    Diese sollen personell wie sächlich besser ausgestattet werden, um die Startchancen der Kinder dieser Quartiere zu verbessern.
  • Wir fordern eine noch stärkere Öffnung der Kitas für sinnvolle Initiativen und Kooperationen mit Verbänden und Vereinen.
    Damit verfolgen wir das Ziel, das inhaltliche Angebot zu vergrößern.
  • Wir halten eine regional gleichmäßige Verteilung von Kindern mit Migrationshintergrund auf die Kitas für erforderlich, um die Integration zu erleichtern.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Hortbetreuung möglichst schulortnah erfolgt.

Schulen

Wir Freien Demokraten wollen jedem Kind eine gute schulische Bildung gewährleisten. Sie ist Grundvoraussetzung eines selbständigen, eigenverantwortlichen Lebens. Dazu zählt, dass  jedes Kind altersgerecht, entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten gefordert und gefördert werden kann. Dazu müssen Schulen personell, baulich und finanziell entsprechend ausgestattet sein. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass guter Unterricht vor allem von guten Lehrern abhängig ist, aber auch von einer guten Lernumgebung.

Kommunale Bildungsaufgaben sind uns Freien Demokraten äußerst wichtig.  Primär
ist die Kommune als Träger der Schule vor allem für die bauliche Situation und die technische Ausstattung zuständig. Funktionierende Schulgebäude sind eine der wesentlichen kommunalen Pflichtaufgaben. Dazu gehören naturwissenschaftliche Fachkabinette ebenso wie geeignete Unterrichtsräume für alle anderen Fächer aber auch Schulhöfe oder Turnhallen. Ebenso muss der Umgang mit digitalen Medien selbstverständlich werden.
Dazu setzt sich die FDP für folgende Forderungen ein:

 

  • Wir wollen dafür sorgen, dass die Schulentwicklungsplanung hinsichtlich ihrer Rahmendaten regelmäßig überprüft und um eine langfristige Investitionsplanung erweitert wird.
  • Wir wollen, dasss die bauliche Ausstattung konsequent instandgehalten und modernisiert wird.
  • Wir wollen die Ausrüstung der Bildungseinrichtungen auf einem modernen technischen Stand halten.
  • Wir wollen dafür sorgen, dass die Schulen mit schnellen Internetanschlüssen sowie mit einem geeigneten Schulnetzwerk (Bereitstellung digitaler Unterrichtsmaterialien, Management aller Rechner und Accounts von Schülern und Lehrern ausgestattet werden.
  • Wir wollen dafür sorgen, dass der Unterricht sich stärker an der Praxis orientiert, indem Netzwerke für die Zusammenarbeit der Schulen mit örtlichen Unternehmen und Handwerksbetrieben gefördert werden.
    So könnte die Gestaltung der Arbeitsgemeinschaften und Projektwochen durch Fachleute aus der Wirtschaft vertieft werden oder mit dem Aufbau eines „Zukunftsmentorenprogramms“ (ggf. auch mit Stipendienprogrammen) die Bildungs- und Zukunftschancen von jungen Menschen erhöht werden. Auch hier halten wir die Förderung der Zusammenarbeit mit Vereinen für sinnvoll.
  • Wir wollen Schuleinzugsgebiete auflösen, mit einem Bonus für Schüler aus dem Umfeld der Schule. Davon abweichend halten wir für einen Übergangszeitraum die gleichmäßige Verteilung von Kindern mit Migrationshintergrund auf die Schulen für erforderlich, um Integration zu ermöglichen.
  • Wir wollen Schwerpunktschulen in Stadtvierteln mit sozialen Brennpunkten entwickeln, mit verbesserten Rahmenbedingungen zumindest bei der sachlichen Ausstattung, um die Bildungschancen der Kinder zu stärken.
  • Wir wollen eine vermehrte Nutzung der Schulen auch außerhalb der Unterrichtszeiten.
  • Wir wollen Förderzentren erhalten und stärken, im Sinne einer individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen.
  • Wir wollen die Unterstützung alternativer Bildungswege und eine entsprechende Weiterentwicklung der Volkshochschule insbesondere mit digitalen Angeboten.

Hochschulen

Die Hochschulen sorgen nicht nur für den akademischen Nachwuchs in Unternehmen, Verbänden und Verwaltung, sondern ziehen vor allem viele junge Menschen aus dem In- und Ausland in die Stadt. Damit bieten die Hochschulen, wie auch die ausbildenden Unternehmen der Stadt die Chance, neue Bürger zu gewinnen, die nach Abschluss des Studiums oder der Ausbildung hierbleiben und ihren Lebensmittelpunkt finden.

Zugleich haben die Unternehmen und Verwaltungen über Kooperationen mit den Hochschulen die Möglichkeit, vom Wissen der Hochschulen zu partizipieren und eigene Innovationen voranzutreiben. Dazu setzt sich die FDP für folgende Forderungen ein:

 

  • Wir wollen, dass Studenten, Auszubildende und allgemein junge Menschen, die nach Magdeburg ziehen und hier ihre ersten eigenen vier Wände mieten, kostengünstigen Wohnraum finden können.
    Einen hohen Stellenwert haben dabei die Innenstadtnähe, gute Erreichbarkeit der Ausbildungsbetriebe oder der Hochschulen, das Freizeitangebot und die Möglichkeit, mit Freunden auszugehen. Wir wollen deshalb Freiräume nutzen und leerstehende Gebäude für Non-Profit-Initiativen nutzbar machen.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass der Projektaustausch und die Gestaltung gemeinsamer Projekte zwischen Stadt und beiden Hochschulen weiter verstärkt wird, etwa im Bereich „Smart-City“.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass gemeinsame Aktivitäten zwischen den Hochschulen und der Stadt Magdeburg gestärkt werden, wie etwa die „Lange Nacht der Wissenschaft“.
  • Wir setzen uns dafür ein, einen von Stadt und Hochschulen durchgeführten Wettbewerb zur Entwicklung und Förderung von städtischen Innovationsprojekten einzuführen.
  • Wir setzen uns dafür ein, akademische Weiterbildungsangebote für Senioren, wie das Studium über 50 der Otto-von-Guericke-Universität, zu erhalten und auszubauen.
  • Wir setzen uns dafür ein, Angebote für die Vermittlung des Erfahrungswissens der Senioren zu schaffen.
  • Wir unterstützen den Aufbau von akademischen Weiterbildungsangeboten für eine sich verändernde Berufswelt.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass Magdeburg wieder ein vollwertiger Standort der Lehrerbildung wird.