Freizeit in der Stadt – mit Sicherheit

Ein breites Angebot für die Gestaltung der Freizeit gehört zu den Charakteristika unserer Stadt. Neben kulturellen und sportlichen Angeboten auf höchstem Niveau gibt es zahlreiche freie haupt- und ehrenamtliche Angebote zur Gestaltung der freien Zeit, abgerundet durch eine immer buntere Restaurant- und Kneipenszene. Das Image der Stadt Magdeburg hat sich in den vergangenen Jahren weiter verbessert. Dazu trugen neben der wirtschaftlichen Entwicklung die Dachmarkenkampagne „Ottostadt“ ebenso wie die Bewerbung Magdeburgs als Wissenschaftsstadt bei. Der Ruf einer Stadt muss allerdings kontinuierlich gepflegt werden.

 Die FDP sieht deshalb folgende Ziele als vordringlich an:

  • Wir wollen den bisherigen Bekanntheitsgrad der Landeshauptstadt und die positiven wirtschaftlichen Entwicklungen weiter aktiv fördern.
  • Wir unterstützen die Initiative der Bewerbung Magdeburgs zur „Europäischen Kulturhauptstadt“ auch unter dem Aspekt des Stadtmarketings und des vermehrten Engagements der Bürger für ihre Stadt.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass die bereits 2007 von der FDP initiierte KULTURschultüte für Erstklässler auch künftig verteilt wird und durch weitere Angebote nach dem Vorbild „Kultur für Kinder“ (Wien) ergänzt wird.
  • Wir wollen, dass geprüft wird, ob es in Magdeburg Potential für eine E-Sport-Arena gibt.
  • Wir wollen, dass die eingeführten Formate wie das Open-Air-Festival des Städtischen Theaters oder das Kaiser-Otto-Fest weitergeführt und weiterentwickelt werden.
  • Wir wollen, dass auch die kleineren Feste, die Gemeinschaft organisieren und die mit Hilfe aktiver Bürgerbeteiligung organisiert werden, positiv begleitet werden.
  • Wir wollen künftig stärker darauf achten, dass der Einsatz öffentlicher Mittel und der Ertrag solcher Veranstaltungen zur Stärkung der Marke „Ottostadt Magdeburg“ beitragen oder innerhalb der Stadtgesellschaft eine identitätsstiftende Wirkung haben.
  • Wir setzen uns dafür ein, Magdeburg als internationale Kongress- und Tagungsstadt gemeinsam mit Hochschulen und Hotellerie noch besser zu etablieren.
  • Wir wollen erreichen, dass die Wirtschaftlichkeit kommunaler Events gestärkt wird.

Wir wollen bessere Voraussetzungen schaffen, um auch kommerzielle Anbieter von Großveranstaltungen für Magdeburg zu interessieren.

Kultur

Das kulturelle Angebot der Stadt ist absolut konkurrenzfähig. Musiktheater, Philharmonie, Ballett und Schauspiel, ebenso das Kabarett und das Puppentheater brauchen keine Konkurrenz vergleichbarer Bühnen zu scheuen. Das gilt für städtische Einrichtungen ebenso wie für private Angebote.
Trotzdem sehen wir Handlungsbedarf, um die Angebote immer weiter zu entwickeln.

Die FDP setzt sich für folgende Ziele ein:

  • Wir wollen ein noch breiteres kulturelles Angebot. Gerade um junge Menschen für Kultur zu begeistern, braucht es neue und moderne Ansätze. Hier gilt es, auch weiterhin Räume für neue Angebote zu eröffnen und nicht nur Altbekanntes zu fördern, denn ein breites kulturelles Angebot muss sich an alle Altersgruppen richten.
  • Wir wollen erreichen, dass basierend auf einer Problemanalyse ein Konzept für die Zukunft der städtischen Kultureinrichtungen entwickelt wird und die Finanzierungsmöglichkeiten unter Einbeziehung von Förderprogrammen geprüft werden. Personal und Platzkapazitäten reichen aufgrund der positiven Bevölkerungsentwicklung und der guten Nachfrage schon jetzt nicht aus. Konservatorium, Jugendkunstschule und Knabenchor sind nur einige Beispiele für kulturelle Einrichtungen, deren Kapazitäten vergrößert werden müssen.
  • Wir wollen Räume für Kultur und Jugend schaffen, z.B. durch ein städtisches Kulturzentrum, in dem es Initiativen ermöglicht wird, kostenlos Veranstaltungen durchzuführen. Art und Gestaltung der Veranstaltungen bleiben dabei im Rahmen der geltenden Gesetze den Initiativen überlassen.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass ein Leerraummanagement für Künstler, im städtischen Besitz befindliche und derzeit nicht genutzte Räumlichkeiten, Kreativen und Künstlern zur Verfügung stellt. Ferner sollen Auftrittsmöglichkeiten für alternative und Kleinkunst unterstützt und besser beworben werden.
  • Kulturveranstaltungen und Festivals sollen nicht ausschließlich aufgrund von Anwohnerinteressen verhindert werden können. Dies gilt gerade auch für Jugendkultur.

Das Kulturangebot muss bezahlt werden, aber auch bezahlbar bleiben. Daher muss die öffentliche Finanzierung stets mit Augenmaß erfolgen. Uns ist bewusst, dass ein vielseitiges Angebot einen hohen finanziellen Aufwand für die Kommunen bedeutet. Die Finanzierung sollte (wo dies möglich ist) auch durch privates Sponsoring und bürgerliches Engagement erreicht werden. Wir sehen allerdings im kulturellen Bereich auch eine staatliche Finanzierung als unumgänglich an.

 Finanzierung mit Augenmaß bedeutet für uns:

  • Wir wollen privates Engagement weiterhin fördern. Jedes finanzielle Engagement – egal, ob von Einzelpersonen oder Unternehmen – ist willkommen und sollte wertschätzend geprüft werden.
  • Wir wollen insbesondere solche kommerziellen Angebote im kulturellen Bereich unterstützen, für die auch eine hohe Nachfrage in der Bevölkerung besteht. Dabei ist aber darauf zu achten, dass die Vielfältigkeit der Angebote weiterhin gewährleistet ist, etwa indem nur Angebote gleicher Kategorie bei der Fördermittelvergabe gegeneinander abgewogen werden.
  • Wir orientierten uns an dem Ziel, dass grundsätzlich ein 1/10 des Kulturhaushaltes für unkonventionelle oder neue Angebote investiert werden.
  • Wir sind für die Schaffung einer gemeinsamen Kulturregion mit dem Umland. In diesem Zusammenhang kann es auch sinnvoll sein, einzelne Institutionen zusammenzulegen. Dadurch wird es weniger solcher Institutionen geben, die finanziell aber besser ausgestattet sind.

Feiern und Veranstaltungen im urbanen Raum

Der öffentliche Raum unserer Stadt soll auch in Zukunft zu jeder Tages- oder Nachtzeit allen offenstehen. Wichtig ist dafür die Balance zwischen Sicherheit und ggf. erforderlichen Einschränkungen der individuellen Freiheit.

Dazu setzt sich die FDP für folgende Forderungen ein:

  • Wir wollen Plätze zum Feiern im städtischen Raum fördern und ausbauen.
  • Wir wollen, dass die Schulabschlussfeiern im Stadtpark weiterhin stattfinden dabei aber in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsdienst für mehr Sicherheit und Sauberkeit sorgen.
  • Wir wollen das vorhandene Sportkonzept mit allen Beteiligten (Vereinen, Stadt, Polizei, Fangruppen) und gemeinsam mit den Hochschulen weiterentwickeln, dabei die Anregungen der beiden Sportkongresse des Landes 2015 und 2018 einfließen lassen.
  • Wir wollen das Flair des Hasselbachplatzes als zentralem Freizeittreffpunkt erhalten und entwickeln. Es muss gelingen, dass sich dort alle frei und zugleich sicher fühlen.
  • Wir wollen den Hasselbachplatz als bekanntesten Teil des Magdeburger Nachtlebens stärken. Um eine Vermittlung zwischen Nachtszene, jungen Menschen, Anwohnern und Vertretern der Stadt zu erreichen, unterstützen wir die Arbeit des „Nachtbürgermeisters“. Zudem fordern wir eine weitgehende Verkehrsberuhigung des Bereichs und die Ansiedlung von weiteren Kulturangeboten im Viertel.
  • Wir wollen ein Verkaufsverbot von Alkohol in „Spätis“ (Spätverkaufsstellen) vermeiden. Ein Verkaufsverbot löst keine Probleme, sondern schränkt erwachsene Konsumenten unnötig ein. Allerdings fordern wir Null-Toleranz bei Alkoholmissbrauch gerade von Minderjährigen. Dies soll durch das Ordnungsamt Magdeburg mit Unterstützung durch die Polizei durchgesetzt werden.
  • Wir wollen erhöhte Präsenz und verstärkte Zusammenarbeit von Polizei, Stadtord-nungsdienst (Ordnungsamt) und Streetworkern erreichen, die sich am Bedarf der einzelnen Stadtteile orientiert.
  • Wir wollen mehr Freiräume für Subkultur, freie Szene sowie von Räumen für Kultur, Bildung und Jugend.
    Diese sollen auch im Breiten Weg mitten in der Innenstadt und an anderen zentralen Orten in der Stadt zu finden sein.

Wir setzen uns für die Einrichtung eines öffentlichen Skate- und BMX-Parks ein, der kostenfrei genutzt werden kann.

Vereine/Sport

Sport hat für Magdeburg eine ganz besondere Bedeutung. Nicht nur der Spitzensport, etwa die Bundesligamannschaften des SCM und FCM oder die Ruderer und Kanuten, sondern viele Sportarten und Sportangebote, die die Magdeburger aktiv ausüben, als Ehrenamtler begleiten oder als Fans unterstützen, prägen die Stadt. Dieser Bedeutung ist Rechnung zu tragen, sowohl unter dem Aspekt der Gesunderhaltung und Fitness, als auch als Freizeitangebot. Dabei kann Sport auch einen wertvollen Beitrag zu Integration und Teilhabe leisten. Wir wollen daher, dass Sport für Jeden zugänglich ist. Sport kann Freude an Bewegung wecken und fördern. Gerade für Kinder, bei denen der Schulsport dies nicht leistet, kann hier ein wichtiger Schritt zu einer gesunden Lebensweise gegangen werden.

Dabei sind der FDP folgende Aspekte wichtig:

  • Wir wollen ein breites Angebot an Sportarten ermöglichen, gerade für Familien von der Kita bis zum Verlassen der Schule.
  • Wir wollen Angebote für Kleinkinder, um Bewegungsarmut in städtischer Umgebung auszugleichen. Partnerschaften von Kitas und Grundschulen mit Vereinen und Privatpersonen, die sich für die sportliche Grundbildung engagieren, können hier einen wertvollen Beitrag leisten.
  • Wir wollen uns nachhaltig für Magdeburg als Leistungssportstandort stark machen.
  • Wir wollen, dass mehr getan wird für Erhaltung der Fitness nach der Phase des Wettkampf- bzw. Leistungssport. Angebote der Vereine und Privater sollten sich der Herausforderung des demografischen Wandels stellen – auch durch neue Strukturen und Kooperationen. Die Sportkongresse des Landes 2015 und 2018 haben diesbezüglich eine Vielzahl von Anregungen gegeben.
  • Wir wollen die Möglichkeiten für den Freizeitsport junger Erwachsener verbessern, auch für diejenigen, denen der Hochschulsport nicht offensteht. Ausbauen wollen wir auch die Sportangebote für Behinderte, Senioren und Rehabilitanden.
  • Wir wollen, dass gute Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Stadtverwaltung, Sportinvestoren und Sponsoren weiter gepflegt und erweitert wird, wobei die Erfahrung und Bereitschaft von Investoren und Sponsoren konsequent zu nutzen ist.
  • Wir sind für die konsequente Unterstützung von nicht kommerziellen Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen.
  • Wir wollen, dass die städtischen Sportanlagen durch die sie nutzenden Sportvereine betreut werden. Wir sind für die Sanierung von Sportanlagen im Rahmen einer längerfristigen Sportstättenplanung. Dabei sind stadtteil- und sportbezogene Neuentwicklungen zu berücksichtigen und Fördermöglichkeiten von Bund und Land konsequent und möglichst zeitnah zu nutzen.
  • Wir befürworten die Installierung kostenloser „Outdoor-Fitnesszentren“ zur Nutzung für jedermann als Pilotprojekt.
  • Wir wollen die Kooperation von Schulen und Vereinen, insbesondere nachmittags – und nicht nur bei Ganztagsschulen. Insbesondere in den Ferien gibt es Chancen für Bildungscamps auf verschiedenen Sportgeländen – nach dem Vorbild etwa des Flüchtlingsbildungscamps beim TuS 1860 Magdeburg-Neustadt.

Wir wollen die Möglichkeit prüfen, außerschulische Sportangebote anstelle des wg. Lehrermangels ausgefallenen Sportunterrichtes anrechnen zu können.

Sicherheit

Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in die alle Institutionen und Einrichtungen eingebunden werden müssen. Auch wenn Polizei vor allem Aufgabe des Landes ist, so kann doch die Stadt in erheblichem Maße das subjektive Gefühl von Sicherheit beeinflussen. Dabei stehen für uns eine noch bessere Präsenz des Ordnungsdienstes, bauliche Veränderungen, insbesondere eine deutliche Verbesserung der Beleuchtung, und die Bekämpfung von illegalen Graffiti, Müll und Unrat im Mittelpunkt kommunaler Handlungsmöglichkeiten.

Videoüberwachung ist ein präventives Mittel zur Kriminalitätsbekämpfung; sie sollte aber nur in und vor sicherheitsrelevanten Einrichtungen oder an gefährlichen Orten eingesetzt werden. Eine flächendeckende Videoüberwachung würde tief in die Persönlichkeitsrechte unbescholtener Bürger eingreifen und ihre Freiheitsrechte beschränken. Kriminalität würde nur verlagert, nicht verhindert.

Städtebauliche Veränderungen können das Entstehen von „gefährlichen Orten“ und die Festigung von Deliktstrukturen verhindern und aufbrechen.  Dazu setzt sich die FDP für folgende Forderungen ein:

  • Wir fordern, so genannte Angsträume zu identifizierten und Konzepte zu entwickeln um dem zu begegnen, etwa mit besseren Lichtverhältnissen.
  • Wir wollen Pilotprojekte zu Smart Lightning an öffentlichen Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung umsetzen.
    Diese Lampen werden über Bewegungssensoren, Zeitsteuerung und Beleuchtungssensoren flexibel gesteuert. Durch intelligente Beleuchtungssteuerung kann bis zu 80% der Beleuchtungsenergie eingespart werden. Kombiniert man dies mit dem Einsatz moderner Energiesparlampen, entstehen der Stadt für diese Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls keine zusätzlichen Betriebskosten.
  • Wir fordern, die Präsenz von Ordnungsamt und Polizei in Stadtteilen mit Kriminalitätsschwerpunkten zu erhöhen.
    Es ist hilfreich, wenn eine Information zu den entsprechenden Ansprechpartnern an geeigneten Informationsstellen (z.B. in Einzelhandelsgeschäften) platziert wird.

Die „Vermüllung“ öffentlicher Plätze darf nicht toleriert werden, ebenso wenig wie andere Anfänge von Verwahrlosung. Der Zusammenhang zwischen Verwahrlosung und Kriminalität ist wissenschaftlich belegt. Die „Broken-Windows-Theorie“ besagt, dass etwa ein kaputtes Fenster in einem leerstehenden Haus der Beginn einer Abwärtsspirale für die Nachbarschaft sein kann. Dazu setzt sich die FDP für folgende Forderungen ein:

  • Wir fordern, die Anzahl der Mülleimer auf Straßen und Plätzen deutlich zu erhöhen.
  • Wir fordern, sicherzustellen, dass illegale Graffiti an öffentlichen Gebäuden sofort entfernt werden können.
  • Wir halten eine Kooperation eine Partnerschaft von Jugendamt, den Stadtteilmanagern und den GWA – möglichst in Partnerschaft mit den großen Sportvereinen für sinnvoll, um die Gestaltung von Stromkästen und Postanlagen mit legalen Graffiti 
    Die Gestaltung kann – stadt-, stadtteil- oder themenbezogen – z. B. mit Schulen, aber auch Freizeittreffs und anderen Partnern erfolgen.

Zum Schutz vor Haus- und Wohnungseinbrüchen soll es an zentralen Orten im jeweiligen Stadtteil mehr qualifizierte Beratungsangebote geben.
Es ist natürlich Aufgabe jedes Einzelnen, für einen angemessenen Schutz seiner Wohnung zu sorgen, etwa durch den Einbau von Sicherheitstechnik; Beratung zur Verbrechensprävention sollten aber zur Verfügung stehen.

Umweltschutz

Magdeburg war lange Zeit eine der grünsten Städte Deutschlands. Zahlreiche städtische Grünflächen Parks aber auch die Elbauen bieten Raum für Sport und Freizeit.  Grünflächen dienen als Lebens-, Aufenthalts- und Kommunikationsraum und tragen zum ästhetischen Erscheinungsbild unserer Städte bei. Damit haben sie für die Bürger unserer Stadt als Erholungsraum eine wichtige Funktion. Aber auch für das städtische Klima sind diese Flächen von großer Bedeutung.  Aus diesem Grund gilt es, die bestehenden Grünflächen und Baumbestände, ggf. durch Nach- und Ersatzpflanzungen, zu erhalten und auszubauen. Die Parks und Freiflächen der Stadt sind als Raum für Sport und Freizeitbeschäftigungen gerade junger Menschen zu stärken und damit die Lebensqualität weiter zu verbessern.

Die FDP fordert:

  • Wir befürworten, dass intensiver als bisher geprüft wird, ob Baumfällungen zu vermeiden sind. Sowohl im Innenstadtbereich als auch in den Stadtteilungen sind Baumpflanzungen durch die Stadt anzustreben. Die Erhöhung der Kosten für die sehr erfolgreiche bürgerschaftliche Aktion „Mein Baum für Magdeburg“ wollen wir im Kontext der Pflanzaktionen 2019 kritisch prüfen.
  • Wir setzen uns für mehr öffentliche Plätze ein, die auch zum Spielen da sind.
    Mehr generationsübergreifende Spielplätze sollen als Treffpunkte und kostenlose Outdoor-„Fitnesszentren“ zur Nutzung für jedermann dienen.
  • Wir wollen eine Liberalisierung der Parknutzungsregeln erreichen.

Wir wollen, dass weitere Grillplätze eingerichtet werden, wenn sichergestellt ist, dass sich alle an Sicherheit und Sauberkeit halten. Um eine Verschmutzung der Anlagen vorzubeugen und Brände zu verhindern, werden Aschesammelbehälter aufgestellt. In jedem größeren Park müssen öffentliche Toiletten verfügbar sein.

  • Wir wollen, dass Plastikmüll möglichst vermieden wird.

Es gilt, bei Großveranstaltungen auf Einweggeschirr zu verzichten und nur noch Geschirr aus nachwachsenden Rohstoffen zu verwenden. Auch im Kleinen, z.B. in den Bildungseinrichtungen, wollen wir dies erreichen.

  • Wir wollen die Entsiegelung von versiegelten Flächen erreichen, die aktuell nicht genutzt werden.
  • Wir setzen uns für eine angemessene Ausstattung und Finanzierung des Katastrophenschutzes ein.
  • Wir wollen den Hochwasserschutz weiter vorantreiben.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass in der Nähe von Siedlungen keine Biogas- und Windkraftanlagen gebaut werden.
  • Wir wollen, das außerschulische Lernorte wie die Gewächshäuser, das Umweltbildungszentrum und die sich in Planung befindliche Zooschule gezielt gefördert werden, um ihr Potential weiter auszubauen.

Die Grusonschen Gewächshäuser, der Zoo und das Tierheim sind bewährte außerschulische Lernorte. Sie leisten damit einen großen Beitrag zum Schutz der Natur und Umwelt. Gleichzeitig sind sie wichtige Bausteine des Stadtmarketings und des Freizeitangebotes unserer Stadt.

Tierschutz

Tierschutz bedeutet, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Wohlbefinden zu sichern, gleichgültig, ob es sich um wild lebende oder in menschlicher Obhut gehaltene Tiere handelt.

Der Tierschutz genießt in der Bevölkerung seit jeher einen besonderen Stellenwert.

Die FDP will Tierschutz sichern durch folgende Ziele und Maßnahmen:

  • Wir wollen eine ausreichende personelle und finanzielle Ausstattung der Veterinärbehörde und des Tierheims.
  • Wir setzen uns für die Einführung eines Qualitätssicherungssystems ein.
  • Wir wollen die Schaffung neuer und die Instandhaltung bestehender Hundeauslaufwiesen erreichen.

Wichtig ist uns die Absicherung der Hundeauslaufwiesen an Straßen und Bahnlinien, aber auch der Schutz vor Zweckentfremdung z.B. als Grillplatz. Bei neu ausgeschriebenen Wohngebieten muss auf die Berücksichtigung von Hundewiesen in der B-Planung geachtet werden.

  • Wir wollen, dass neue Behälter für Hundekot-Beutel aus Mitteln der Hundesteuer und privaten Spenden finanziert werden.
  • Wir wollen, dass Anreize zum Erwerb eines Hundeführerscheins (Sachkundenach-weis) geschaffen werden, z.B. durch eine ermäßigte Hundesteuer.
  • Dieser Anreiz bzw. ein Erlass für ein Jahr sollte auch für diejenigen gelten, die einen Hund aus dem Tierheim übernehmen.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass Projekte des Tierheims unterstützt werden, z.B. im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt.
  • Wir wollen eine gleichberechtigte finanzielle Unterstützung der Tierschutzvereine sicherstellen.
  • Wir wollen das Tierheim als außerschulischen Lernort stärken, möglichst in Kooperation mit dem Zoo.
  • Wir unterstützen den weiteren Aus- und Umbau des Zoos, der in den vergangenen Jahren eine hervorragende Entwicklung genommen hat. Dazu gehört auch der Bau eines Großaquariums, wenn sichergestellt werden kann, dass Bau und Betrieb den städtischen Haushalt nicht belasten.
  • Wir befürworten, dass bisher nicht genutzte Bereiche des Zoos unter Beachtung des Denkmalschutzes für die Tierhaltung freigegeben werden.
  • Wir wollen sicherstellen, dass der Beitrag des Zoos für den Schutz der Tierarten sowohl national als auch international deutlicher hervorgehoben und gefördert wird.
  • Wir sind der Ansicht, dass das Angebot des kostenfreien Eintritts für Kinder erhalten werden soll.